Soul - Discographie von Teena Marie
Teena Maries Karriere ist recht ungewöhnlich, war sie doch die meines Wissens erste angloamerikanische Sängerin, die bei Motown einen Vertrag erhielt. Maßgeblich gefördert wurde sie von Rick James, der ihr Debut "Wild & Peaceful" deutlich prägte sicherlich ein Grund für den Erfolg jenes Albums, war doch Rick James zu der Zeit schwer angesagt.
Das nachfolgende Werk "Lady T" entstand unter der Regie von Richard Rudolph, Ehemann und auch musikalischer Partner von Minnie Riperton. Ab dem dritten Album "Irons In The Fire" schließlich produzierte Teena Marie ihre Tonträger in Eigenregie und entfaltete von Album zu Album ihr musikalisches Universum, das fetten Funk ebenso beinhaltet wie Latin-Jazz gefärbte Balladen und Pop-orientierte Chartbreaker. Zusammengehalten wird dieser bunte Mix (u.a. gespielt von Musikern wie Stevie Ray Vaughan, Bootsy Collins, Bradford Marsalis und Stanley Clarke) von dem betörenden, ausdrucksstarken Gesang Teena Maries.
Mit "Robbery" kehrte Teena Marie Motown den Rücken, um fortan auf Epic Records zu veröffentlichen. Fünf Alben gingen aus dieser Zusammenarbeit hervor, dann so vermute ich wird nachlassender kommerzieller Erfolg eine Vertragsverlängerung verhindert haben. Vier Jahre jedenfalls dauerte es, bis Longplayer "Passion Play" erschien, und zwar auf dem unbekannten Label Sarai Records. Ein ausgereiftes Werk! Umso erstaunlicher, dass für zehn Jahre weitere Solo-Produktionen ausblieben zumal Teena Marie selbst behauptete, mit "Passion Play" die Grenze ihrer musikalischen Fähigkeiten noch nicht erreicht zu haben.
2004 kommt endlich mit "La Dona" ein weiterer Longplayer auf den Markt. Ein umwerfendes Album! Teena Marie hat, wie es aussieht, ihre musikalisches Talent in der Tat noch längst nicht ausgereizt ...
... wie das nicht minder sensationelle Werk "Sapphire" 2006 unterstreicht!