Soul - Discographie von Minnie Riperton
Auch der musikalische Werdegang Minnie Ripertons begann bereits in der Kindheit; frühzeitig erhielt sie Gesangsunterricht und träumte zunächst von einer Karriere als klassische Sängerin. Sicherlich nicht zuletzt auch dieser Ausbildung verdankte Minnie Riperton ihre herausragende, fünf Oktaven umfassende Stimme, die sie je nach Temperament eines Songs wunderbar einzusetzen wusste und auch vermeintlich einfachen Melodien eine gewisse Magie verlieh.
Zu Beginn ihrer Karriere arbeitete Minnie Riperton unter dem Alias Andrea Davis als Studiomusikerin und sang auf Platten u.a. von Johnny Nash und Etta James. Vom 1967 bis 1970 war sie Mitglied der Psychedelic-Pop-Formation Rotary Connection, wirkte aber auch weiterhin auf Aufnahmen verschiedener Soul- und Jazzgrößen mit.
1973 schließlich stieß sie zu Wonderlove, der Background-Formation von Stevie Wonder. Der Meister war offensichtlich dermaßen angetan von den Sangeskünsten Minnie Ripertons, dass er prompt ihr erstes Solo-Album "Perfect Angel" produzierte, das auch dank der Hit-Single "Lovin' You" für Furore sorgte. Dieser Erfolg bzw. die Tatsache, dass sich Stevie Wonder der Ausnahmesängerin angenommen hatte, war möglicherweise Grund für das Label Janus Records, ungefähr zeitgleich mit "Perfect Angel" Aufnahmen Minnie Ripertons aus dem Jahr 1969 unter dem LP-Titel "Come To My Garden" zu veröffentlichen - ein ganz vorzügliches Album übrigens!***
Erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Vokalistin bald alle Songs auf ihren Alben zusammen mit Ehemann Richard Rudolph schrieb.
Minnie Riperton starb 1979 an Krebs. Welchen Eindruck sie auch bei vielen Musikerkollegen hinterlassen hat, zeigte die 1980 veröffentlichte LP "Love Lives Forever", auf der eine Reihe arrivierter Künstler nachträglich zwei Jahre zuvor eingespielte, reine Gesangsaufnahmen Minnie Ripertons instrumentierten und zudem auch mit persönlichen Widmungen der großartigen Sängerin ihre Anerkennung zuteil werden ließen: "She was phenomenal... she did things with her voice that were incredible." (Michael Jackson)